Fragen zur Verhinderungspflege?

“Wie ist die Regelung für Pflegegeldempfänger, wie für Pflegebedürftige die Pflegesachleistung beziehen?“


Allgemeines

Dem Pflegebedürftigen steht ein jährliches Budget für Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI von 1.612 Euro plus höchstens 806 Euro aus nicht in Anspruch genommenen Mitteln der Kurzzeitpflege zur Verfügung. Ein Pflegebedürftiger ab Pflegegrad 2 hat Anspruch auf die Leistung der Verhinderungspflege. Die Leistungserbringung der Verhinderungspflege ist auch stundenweise möglich! Liegt der Zeitraum der Verhinderung der Pflegeperson bei diesen Fällen unter 8 Stunden am Tag erfolgt die Anrechnung ausschließlich auf den Höchstbetrag , nicht aber auf die Höchstdauer von 42 Tagen.

Für Pflegegeldempfänger

Neben dem Anspruch auf Verhinderungspflege haben Pflegegeldempfänger einen Anspruch auf Fortzahlung des Pflegegeldes in Höhe von 50 % des bisher gezogenen Pflegegeldes für bis zu 6 Wochen im Kalenderjahr. Für den ersten und letzten Tag der Verhinderungspflege wird das Pflegegeld in voller Höhe gezahlt. Wenn bis zum 2 Grade verwandte oder verschwägerte Personen oder im gleichen Haushalt Lebende die Leistungen der Verhinderungspflege erbringen sind die Aufwendungen der Pflegekasse auf das 1,5- fache des zum jeweiligen Pflegegrad festgelegten Pflegegeldbetrag für bis zu sechs Wochen beschränkt.

Für Pflegebedürftige die Pflegesachleistungen beziehen

Auch der Pflegeversicherte der Sachleistungen in Anspruch nimmt hat ein Anrecht auf maximal 42 Kalendertage Verhinderungspflege im Jahr. Beim Sachleistungsbezieher besteht der Anspruch auf Verhinderungspflege ohne anteilige Kürzung zusätzlich neben dem Betrag der Pflegesachleistung des jeweiligen Pflegerad.

Christiane Kolf &
Norbert Buchholz GbR

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